Verfassungsbruch-Ticker

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frajo                                     Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Franz Josef Wetz: „Glück – Ein zerbrechliches Gut“ 

Die große Liebe, ein sorgenfreies Dasein, wahre Freundschaft – wir alle streben nach Glück. Daher boomen außer dem öffentlichen Glücksmarkt auch Glücksratgeber und Glücksforschung. Das alles hat seine Berechtigung. Allerdings wird darin bloß die halbe Wahrheit präsentiert. Nicht allein, dass das ersehnte Glück häufig ausbleibt, dem erlangten Glück selbst wohnt ein prekäres Unglück inne. Das menschliche Glückstalent ist kleiner als die beschönigende Rhetorik der Glücksindustrie und Glücksforschung uns glauben lassen. Das Unglück ist ein Bestandteil des Glücks und ergibt sich bereits aus der Grundverfassung des menschlichen Daseins. Das Unglück ist der Preis des Glücks! Darum kann man das Glück nicht ernsthaft wollen, ohne hiermit zugleich das Unglück zu wollen. In der Verkennung dieser Tatsache liegt die Fragwürdigkeit der aktuellen Glücksindustrie und Glücksforschung. Deren beschönigende Narrative müssen irritiert und korrigiert werden, damit sich ihre Glücksversprechen am Ende nicht als Glücksversprecher herausstellen. 

Der Philosoph Franz Josef Wetz wurde 1958 geboren. Nach dem Studium der Philosophie, Germanistik und Theologie promovierte er 1989 zum Thema „Das nackte Daß. Zur Frage der Faktizität“. Hierfür erhielt er den Dissertationspreis der Justus-Liebig-Universität in Giessen. Seine Habilitation erfolgte 1992 in Philosophie. Zuletzt war er Professor für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Hermeneutik, Ethik, Rechts-, Kultur- und Naturphilosophie. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, darunter  „Illusion Menschenwürde“, „Rebellion der Selbstachtung“, „WerteWirrWarr“, „Tod ohne Gott“, „Staunen. Warum existiert überhaupt etwas?“ Franz Josef Wetz ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung, der humanistischen Akademie Bayerns, der Feuerbach-Gesellschaft und Direktoriumsmitglied des Hans-Albert-Instituts. (Foto: Evelin Frerk)

 

Datum: Donnerstag, der 05. November 2026 – 19:00 Uhr

 

Ort: Universität Freiburg, technische Fakultät, 79100 Freiburg, Georges-Köhler-Allee 101, Gebäude 101, zweites Obergeschoss, Raum 016/018 (Fakultätssitzungsraum) 

Die Straßenbahn und einige Parkplätze befinden sich direkt vor dem Gebäude. Der Eintritt ist frei.

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